Die Rente mit 67 war ein Fehler, bleibt ein Fehler und muss sofort zurückgenommen werden. Die Erhöhung des Renteneintrittsalters ist eine effektive Rentenkürzung und wird in Zukunft massive Altersarmut verursachen“, so Ingrid Remmers anlässlich einer öffentlichen Petition gegen die Rente erst ab 67.
In der heutigen Sitzung des Petitionsausschusses stimmten die Abgeordneten über das Anliegen eines Petenten mit über 1500 Unterstützerinnen und Unterstützern ab, das gesetzliche Renteneintrittsalter bei 65 Jahren zu belassen. Die Regierungskoalition stimmte gegen dieses Anliegen; die SPD konnte sich zu einer vorsichtigen Unterstützung durchringen. Die LINKE stimmte mit dem höchsten Votum für das Anliegen. Dazu erklärt Ingrid Remmers, Obfrau im Petitionsausschuss für die Linksfraktion:
„Ich nehme zur Kenntnis, dass sich auch in anderen Fraktionen die Erkenntnis durchsetzt, dass die Agenda-2010-Politik der Schröder-Regierung ein Riesenfehler war und korrigiert werden muss. Wir erleben seit diesen „Reformen“ sinkende reale Löhne und Renten. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 60 finden kaum Arbeit und müssen oft mit Abschlägen in die Rente gehen.
Die Teilprivatisierung durch die „Riester-Rente“ tut ihr übriges, so dass in Zukunft auch durchschnittlich Verdienende kaum noch eine Rente über Grundsicherungsniveau erhalten werden. Wie sicher die Altersvorsorge über die Kapitalmärkte ist, haben wir ja gerade im Rahmen der Bankenkrise erlebt.“
Ein Konzept für eine sichere und gerechte Rente für alle finden Sie hier und einen sehr interessanten Film zum Thema „Riester“ hier.